Es gibt viele Möglichkeiten, zur Ruhe zu kommen und Abstand vom beruflichen Alltag zu gewinnen - jeder hat seine eigene Strategie.
Wenn es mit den persönlichen Methoden nicht gelingt abzuschalten, kann das Erlernen einer systematischen Entspannungsmethode helfen, Stresssymptome zu lindern und zur Ruhe zu kommen.

Die positiven Wirkungen sind vielfältig und führen:

  • Zum Abbau oder zur Linderung von Stresssymptomen,
  • Zur Verminderung von psychosomatischen Beschwerden
  • Zur Erhöhung der Belastbarkeit
  • Zu einer besseren Körperwahrnehmung
  • Zur einer allgemeinen Beruhigung durch Senkung des Erregungsniveaus.

Wir geben Ihnen einen Überblick zu den derzeit beliebtesten Methoden, damit Sie für sich weitere Alternativen entdecken können.

Biofeedback

Eine Lösung für stressinduzierte Probleme?
"Biofeedback zeigt, wie unser Körper durch Veränderung von Herzschlagrate, Atmung, Muskelspannung, Fingertemperatur und Hautleitwert auf Stress, Angst oder Freude reagiert. Es fördert die Selbstwahrnehmung und ermöglicht ein tiefes Verständnis für Reaktionsweisen und Handlungsmuster." (Pirker-Binder, 2006).

In der Biofeedbacktherapie wird gelernt, eigene körperliche Prozesse wahrzunehmen und zu beeinflussen.

So kommt der Biofeedbacktherapie eine große Bedeutung in der Prävention stress-induzierter Probleme und der allgemeinen Gesundheitsförderung zu.

Sehr gute Erfolge werden in der Behandlung bestehender Beschwerden wie zum Beispiel bei Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Bluthochdruck, chronischem Tinnitus und verschiedenen psychischen und psychosomatischen Störungen erzielt.

Herz-Kreislauf-Stresstest

"Testen Sie, wie gut Sie sich bewusst entspannen können!"
Der Herz-Kreislauf-Stresstest umfasst ein EKG und eine Messung der Herzfrequenzvariabilität zur Beurteilung der Stressbelastung.

Die Herzfrequenzvariabilität beschreibt die Fähigkeit des Herzens, den zeitlichen Abstand von einem Herzschlag zum nächsten laufend zu verändern, um sich inneren und äußeren Belastungen anzupassen. Hauptverantwortlich hierfür ist vor allem das Wechselspiel zwischen sympathischem und parasympathischem Nervensystem.
Mittels Hard- und Software ist es möglich, diese Variabilität aufzuzeichnen und, zeitlich zugeordnet, graphisch darzustellen. Man erhält so Aussagen über körperliche und psychische Belastungen, Erholungspotenziale und die Anpassungsfähigkeit an die Herausforderungen des Alltages bzw. an den Umgang mit Stress.

Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson

Es existiert eine enge Wechselwirkung zwischen dem psychischen Befinden und der muskulären Spannung. So kann eine erhöhte Stressbelastung z.B. zu einer gesteigerten Muskelanspannung im Schulter-Nacken-Bereich führen.
Bei der Progressiven Muskelentspannung nach Jacobson, auch Progressive Muskelrelaxation (PMR) genannt, werden systematisch und schrittweise verschiedene Muskelgruppen gezielt an- und wieder entspannt. Die Konzentration auf den Wechsel von An- und Entspannung verbessert die Körperwahrnehmung und führt zu einer Normalisierung der Muskelspannung.

Besondere Merkmale der PMR sind dabei:

  • Leichte Erlernbarkeit
  • Entspannungsgefühl ist direkt erlebbar und schnell spürbar
  • Besonders gut bei muskulären Verspannungen geeignet

Kurzzeitziel:

Der Entspannungseffekt über die Willkürmuskulatur ist schnell und unkompliziert zu erreichen. Daher ist diese Methode zur Kurzentspannung bei akuter Belastung oder Verspannung sehr gut geeignet und kann auch am Arbeitsplatz eingesetzt werden.

Langzeitziel:

Über die Entspannung der Willkürmuskulatur kommt es zu einer generellen psychischen Entlastung. Das wirkt sich neben der Psyche auch positiv auf die inneren Organsysteme wie Magen-Darm- oder Herz-Kreislauf-System aus.
Entspannungstechniken
Diverse Methoden führen zum Erfolg

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